Priwall 1997

12.09.97, Freitag Nachmittag, endlich est es da, das lang ersehnte Trainingswochenende in Priwall. Nachdem es allen im letzten Jahr schon so viel Spaß gemacht hat, war es schließlich klar, dass wir dieses Jahr wieder hinfahren würden. Aus fast allen Himmelsrichtungen strömten die Karateka des SSC in Richtung "Naturfreundehaus", um pünktlich zum Abendbrot einzutreffen. Mit gut gefülltem Bauch machten wir dann einen ausgedehnten Spaziergang entlang der Ostseeküste.
Am nächsten Morgen war Training am Strand angesagt. Dabei mussten wir feststellen, dass sich tiefer Sand und ein tiefer Stand nicht so ohne weiteres vereinigen ließen.

Karate am Strand
Nachmittags erst ein kleiner Ausflug, der uns in die Einkaufsstraßen von Priwall führte (die Waffeln mit heißen Kirschen waren ein Gedicht), dann eine weitere Trainingsrunde. Diese wurde allerdings "schon" fünf Minuten vor Ende durch einen kurzen aber heftigen Wolkenbruch beendet.
Nach dem Abendessen trafen wir uns im Aufenthaltsraum, um eine Runde "JENGA" zu spielen. Jeder, der den Turm zum Kippen brachte, musste einen guten Witz erzählen, Zwischenwitze waren aber auch erlaubt. Zu späterer Stunde stellten wir dann fest, dass es doch einfacher und spannender ist, die Klötze mit dem Finger aus dem Turm zu schnippen. Es wurde eine lange Nacht.
Am nächsten Morgen haben wir noch mal unser Bestes gegeben beim Training am Strand, welches wir mit einem erfrischenden Bad in der Ostsee beendeten.
Leider wurde es dann Zeit, die Zelte abzubrechen und so machten wir uns gemeinsam auf den Weg nach Hause. Aber wir sind uns sicher: auch nächstes Jahr sind wir alle wieder dabei.

Priwall 2

Da wir beim Lehrgang 1996 in Priwall so supergute Erfahrungen machten, startete am Freitag, den 12.09.97 das Trainingswochenende "Priwall 2". Unseren Teilnehmern wurden Mitfahrgelegenheiten in Fahrgemeinschaften angeboten, die dankend angenommen wurden. Auf der Fahrt wurde schon ein kleiner "Spaßmacher" in Heiners Bus gereicht, sehr zum Bedauern des "trockengelegten" Fahrers. Zu allem Überfluss ließ sich die Heizung vom Bus nicht ausstellen (Typisch VW!), was eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr erforderlich machte. Jürgen "Otto" Barg unser Mitfahrer, brach sein Fladenbrot und verteilte es unter den "Armen". Mit Ketchup. Lecker! Gegen 17.30 Uhr trafen alle Teilnehmer im Naturfreundehaus Priwall ein. Unter großem Hallo wurden die Zimmer verteilt.
Nach dem Abendbrot machten wir unseren obligatorischen Standspaziergang entlang der Ostsee. Endlich kam die ersehnte Schnaufpause. Eine Gaststätte in Sicht!! Sofort wurden Tische zu einer lustigen Klönrunde zusammen gestellt, zu der sogar der Kellner mit seinen witzigen Sprüchen beitrug. Zu später Stunde trafen wir dann den etwa 2 km l a n g e n dunklen Rückweg an.
Viel zu früh war der "erholsame" Schlaf beendet. Schnell zum Früstück. Danach gingen alle etwas müde zum Training an den Strand. Alles ganz schön anstrengend, puh!!
Doch, das Mittagessen will verdient sein!! Erbsensuppe!! Deftig macht kräftig!! Mittagsruhe? Denkste! Verdauungsspaziergang an der Travemünder Promenade. Leider wurde er durch ein kräftiges Gewitter mit Hagelschauer unterbrochen. Ab in die Eisdiele!
Unsere nächste Trainingseinheit wurde auf dem Rasen des Naturfreundehauses durchgeführt und vorzeitig durch einen Regenguss beendet.
Wir wechselten in den Aufenthaltsraum und Johann bot uns als Abschluss eine Mediationsübung an (Zen-Sitzen). Sehr spannend!
Am Abend trafen sich alle zum gemeinsamen "Jengaspiel" im Fernsehraum wieder. Alle hatten viel Spaß und entwickelten neue Techniken, um die Jengasteine kunstgerecht aus dem Turm zu entfernen. Unser "Otti" hielt alles in Bild und Ton fest.
Johann verabschiedete sich an diesem Abend sehr frühzeitig, was einige von uns dazu animierte, ihm einen Streich zu spielen. Nachdem er eingeschlafen war, wurde er von unseren jugendlichen Karateka im Gi geweckt und dazu aufgefordert, sofort draußen vor dem Haus eine Kata vorzuführen (das basiert auf Johanns Wahlspruch: "...eine Kata sollte man bei Tag und Nacht, an dem Ort ausführen können."). Schlaftrunken zog der "arme Kerl" sich seinen Gi an und ließ sich notgedrungen überreden, das mitternächtliche Training zu absolvieren. Ja, ja - Priwallnächte sind hart!!
Am Sonntagmorgen nach dem Frühstück wurde dann noch einmal trainiert und wie üblich ging Johann wieder einmal unfreiwillig in die Ostsee. Viele folgten ihm mit Gejohle. Danach schmeckte das Sonntagsessen besonders gut. Schließlich und endlich musste dieses schöne Wochenende zu Ende gehen und die Heimfahrt wurde angetreten.
Hoffentlich hält Heiners Bus noch eine Weile durch. Denn die nächste Fahrt "Priwall 3" findet vom 5. - 7. Juni 1998 statt! Zu der sich hoffentlich noch mehr nette Leute einfinden werden ... !
(Autorenteam: R. A. M.)
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